Der Presseclub zu Gast im neuen DAV Kletterzentrum Augsburg

Die Berge in die Stadt geholt

02. 10. 2018

Klettern ist in. Und die Augsburger Sektion des Deutschen Alpenvereins setzt voll auf diese Trendsportart. Gefördert vom Freistaat Bayern und der Stadt Augsburg investierte sie rund sechs Millionen Euro in das neue Kletterzentrum an der Sportanlage Süd, das im Juni eröffnet wurde. Jetzt hat der Augsburger Presseclub mit seinen Mitgliedern diese Anlage besichtigt und Neues über diesen Sport in Erfahrung gebracht.

Wie vertragen sich Leistungs- und Breitensport unter einem Dach? Wie steht es um die Chancen der bayerischen Kletterer auf olympische Medaillen? Und wie unterscheiden sich überhaupt die Disziplinen Lead, Bouldern und Speed? Diese und andere Fragen wurden diskutiert mit Ines Dull (bayerische Landeskadertrainerin) und Ulrich Kühnl (Vorsitzender der DAV-Sektion Augsburg). Moderiert wurde der Abend von Andrea Bogenreuther aus der Sportredaktion der Augsburger Allgemeine. Einleitend hatten Oliver Bader und Ferdinand Triller durch das Kletterzentrum geführt.

Mit dem Landesleistungszentrum für Sport- und Wettkampfklettern hat Augsburg ein weiteres Aushängeschild für den Spitzensport bekommen. Nirgendwo sonst in Deutschland können sich derzeit Spitzensportler auf alle drei Disziplinen vorbereiten, die bei den Sommerspielen 2020 in Tokio zum ersten Mal im olympischen Wettbewerb ausgetragen werden. Die Spitzensportler trainieren hier Seite an Seite mit Hobbykletterern – ein bisher einzigartiges Konzept.

Ulrich Kühnl erklärte, dieses Projekt zu verwirklichen sei kein Selbstläufer gewesen. Als die Planungen begannen, sei Klettern noch keine olympische Sportart gewesen und es habe auch Kritik an dem Vorhaben gegeben. Doch jetzt habe das Gebäude seinen sportpolitischen Charme, weil dort Spitzensportler und Hobbykletterer gemeinsam unter einem Dach trainierten. Ines Dull freute sich, dass das Miteinander seit einem halben Jahr gut klappe. Die Leistungssportler seien gut aufgenommen worden, was wohl auch daran liege, dass sie keine eigenen Trainingszeiten beanspruchten. Unter den bayerischen Spitzenkletterern gebe es große Leistungsunterschiede. Klettern sei sehr trainingsintensiv. International dominierten andere Länder, wie Japan, während Deutschland noch Nachholbedarf habe. „Unsere Sportart ist 2020 in Tokio erstmals olympisch. Es wäre gut, wenn das auch so bleiben würde“, so die Verbandstrainerin.

 Michael Siegel

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